FLUXUS® misst an 4 m-Rohren
Im Rahmen einer Modernisierung der Mess- und Regeltechnik des Pumpspeicherkraftwerks Leitzachwerke
haben die Stadtwerke München die ideale Lösung zur Nachrüstung der 4 m-Triebwasserleitungen mit
Durchflussmesseinrichtungen gewählt:
Eingriffsfreie Durchflussmessung in Clamp-On-Ultraschalltechnik mit
FLUXUS®.
Die Stadtwerke München verfolgen ein ehrgeiziges Programm: Bis 2015 wollen sie so viel Ökostrom
in eigenen Anlagen erzeugen, dass damit alle rund 800.000 Münchner Privathaushalte versorgt werden
könnten. Innerhalb der folgenden zehn Jahre wollen die SWM ihre Ausbauoffensive Erneuerbare Energien
soweit fortführen, bis schließlich 2025 der gesamte Münchner Strombedarf - immerhin 7,5 Milliarden Kilowattstunden
- aus regenerativ erzeugter Energie gedeckt werden könnte. Da trifft es sich gut, dass die SWM mit dem Pumpspeicherkraftwerk
Leitzachwerke über eine Anlage zur effizienten Zwischenspeicherung von Energie verfügen.
Effektiver Energiespeicher
Es ist eine grundsätzliche Schwierigkeit der Versorgung mit elektrischer Energie,
jederzeit genau so viel Strom zu erzeugen, wie gerade benötigt wird.
Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien am Energiedargebot erhält die Problematik
der Pufferung zwischen Angebot und Nachfrage weitere Bedeutung.
Die aus Wind und Sonne gewonnene Strommenge schwankt je nach Wetterlage beträchtlich.
Mit Pumpspeicherkraftwerken lässt sich elektrische Energie mit einem hohen Wirkungsgrad effektiv speichern.
Übersteigt die Elektrizitätserzeugung die Nachfrage, kann der überschüssige Strom dazu genutzt werden,
Wasser aus einem Reservoir in ein hochgelegenes Staubecken zu pumpen.
Umgekehrt kann die potentielle Energie des eingespeicherten Wassers dann bei Bedarf
durch die Turbinen des Kraftwerks wieder kurzfristig in Strom umgewandelt werden.
Bei den etwa 40 km südlich von München gelegenen Leitzachwerken sind es die etwa 0,5 km²
großen Unterwasserbecken, deren Fassungsvermögen von ca. 2 Mio. m³ als
Pendelwassermenge eingesetzt werden kann. Sie sind über zwei Druckleitungen von jeweils
4 m Durchmesser, durch die bei Vollast jeweils bis zu 44 m³/s Wasser zu Tal strömen, mit dem 128 m höher liegenden Seehamer See verbunden.
Im Rahmen einer Modernisierung der Mess- und Regeltechnik sollten die Triebwasserleitungen
u.a. zur Sicherheitsüberwachung mit Messeinrichtungen zur Durchflussmessung versehen werden.
Komfortable und kostengünstige Nachrüstung
Angesichts der enormen Nennweite erweist sich die eingriffsfreie Clamp-On-Durchflussmessung
mit Ultraschall als die ideale Lösung. Nachdem in einer Testmessung mit dem portablen
FLUXUS® F601 die Leistungsfähigkeit der eingriffsfreien Technik demonstriert werden konnte,
wurden zwei Messstellen mit dem stationären Messumformer FLUXUS® ADM 7407 ausgerüstet.
Das VARIOFIX-Sensorsystem gewährleistet permanent optimale Übertragung der Messsignale ins Rohr
und bietet dauerhaften Schutz. Durch die eingriffsfreie Messtechnik konnte mit vergleichsweise
geringem finanziellen und ohne jeden baulichen Aufwand die Betriebssicherheit der
Anlage nachhaltig erhöht werden.